Ohrklammer OSK 1

Ohrstimulationsklammer nach Dr. Seidel


Technische Daten

Verwendung zum Anschluß an
TENStem dental oder MYOdent
Art.-Nr. 104727

Wenig bekannt: die elektrische Stimulation in der Aurikulomedizin.
Mit der TENS-Therapie unter Anwendung der OSK 1 öffnen sich neue Möglichkeiten zu einer effektiven Therapie.

Grundlage für die Wirkungsweise der elektrischen Ohrstimulation bildet die Zangentechnik der Ohrakupunktur. Dabei stimuliert man gegenüberliegende Ohrareale der Vorder- und Rückseite der Ohrmuschel. Eine Reihe interessanter Anlagen, z.B. aus dem Gelenksbereich, stehen zur Verfügung (siehe Abbildungen).

Neben der Nadelakupunktur bietet die elektrische Ohrstimulation eine neue therapeutische Alternative in der Aurikulomedizin, die sowohl als begleitende oder auch alleinige Behandlung ihren Stellenwert hat. Durch ihren sanften und nicht-invasiven Charakter können auch Kinder oder Personen mit Nadelaversion behandelt werden.



OSK 1 im Kiefergelenksbereich
Schulterareal Hüft- und ISG-
Gelenksbereich
 
Kiefergelenk und
Hüftgelenk
in der sympathischen
Rinne

Speziell im Segment C2 findet sich aus Sicht der Neural- und Segmenttherapie eine einmalige Konstellation. Hier liegt die gemeinsame Lokalisation von Hirnnervenkernen (Anteile des sensiblen Kern des Nervus trigeminus) und sensiblen somatischen Nervenfasern. Dieses Segment kann mit der OSK 1 vom Ohr aus gleichzeitig über somatisch sensible Fasern des Auricularis magnus von der Ohrrückseite und von der Ohrvorderseite über die sensiblen Fasern des dritten Astes des Nervus trigeminus stimuliert werden.

Die Elektrostimulation dieser Lokalisation löst somit zwei
synergetische Effekte aus:

zum einen ein allgemein segmentaler Reiz auf C2 mit reflektorischer Einflussnahme auf die im Segment C2 eingebundenen Strukturen, zum anderen ein spezifisch topischer Reiz nach den Gesetzen der Ohrakupunktur auf die über die Ohrmuschel angesprochenen Projektionszonen.

Unter Anwendung der OSK 1 ermöglichen diese Effekte, hypertone Muskeln bei der myozentrischen Bissnahme zu normalisieren.

Betrieben wird die OSK 1 mit dem TENStem dental (Programm 2) oder dem MYOdent (AS-Programm), die spezifische Stimulationsparameter für diese Therapie enthalten.

Indikationen

  • Schmerztherapie
  • craniomandibuläre Dysfunktion (CMD)
  • craniocervikale Dysfunktion (CCD)
  • Muskelverspannung
  • Störfeldtherapie

Kontraindikationen

  • Herzschrittmacher und andere elektronische Implantate
  • Schwangerschaft
  • Epilepsie

Elektrodenanlage

Anode (rotes Kabel) Ohrvorderseite
Kathode (blaues Kabel) Ohrrückseite

Merkmale Vorteile
nicht-invasiver Charakter • schmerzlose Behandlung
• nebenwirkungsarmes Verfahren
• Möglichkeit, Kinder oder Personen mit
   Nadelaversion zu behandeln
kurze Applikationsdauer
(2 bis 10 Minuten)
• spart Zeit und Geld
• extrem schnelle Rückmeldung über
   patientenindividuelle Wirksamkeit
einfache Applikation • ermöglicht eine unkomplizierte
   Heimtherapie durch den Patienten