Leitfähige Textilien

Grossflächige, leitfähige Textilien für die TENS Behandlung an Händen oder Füssen


Einsatz der leitfähigen Textilien zur transkutanen elektrischen Nervenstimulation im Bereich der Hände oder Füße:

  • Schmerzzuständen im Bereich der Hände oder Füsse
  • nicht-infektiösen entzündlichen Schwellungen, z. B. infolge einer rheumatischen Grunderkrankung
  • Missempfindungen, z. B. infolge von Polyneuropathien
  • zum Erhalt der Muskulatur, z. B. beim schmerzbedingten Muskelabbau

Hintergrund

Die transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) wird in einer 2003 und 2005 veröffentlichten Übersichtsarbeit (1,2) zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis der Hand empfohlen. Beschrieben wird die Besserung in Bezug auf Schmerz und Schwellung sowie der positive Einfluss auf den häufig auftretenden Abbau der Handmuskulatur bei dieser Grunderkrankung.

Bei der diabetischen Polyneuropathie wurde in einer 2004 erschienenen Studie erneut ein Behandlungserfolg mit der TENS beschrieben (3). Die etwas schwierige Klebeelektrodenplazierung im Hand- oder Fussbereich wird durch leitfähige Textilien vereinfacht und ist eine effektive Behandlungsunterstützung.

 

  1. Brousseau L, Yonge K, Robinson V et al. (2003) Transcutaneous electrical nerve stimulation (TENS) for the treatment of rheumatoid arthritis in the hand. Cochrane Database Syst Rev 3: CD004287
  2. Pelland L, Brousseau L, Casimiro L et al. (2005) Electrical stimulation for the treatment of rheumatoid arthritis (Cochrane Review). Cochrane Library 1
  3. Forst T, Nguyen M, Forst S et al. (2004) Impact of low frequency transcutaneous electrical nerve stimulation on symptomatic diabetic neuropathy using the new Salutaris device. Diab Nutr Metab 17:163-168

Indikationen

  • Arthritis infolge rheumatischer Erkrankungen
  • Arthrosen
  • Polyneuropathien unterschiedlicher Ursachen
  • Stumpfschmerzen und Narbenschmerzen
  • Phantomschmerzen
  • Dupuytren-Kontraktur, Tendovaginistis stenosans
  • postoperative Schmerzen

Verwendetes Programm bzw. genutzte Frequenzen

Schmerztherapie

Programm 6 (HAN-Stimulation) oder Programm 3 (niederfrequent, 2 Hz),
alternativ Programm 1 oder 2 (hochfrequent, 80 - 100 Hz)

Muskelerhalt

Programm 6 (HAN-Stimulation) oder Programm 3 (niederfrequent, 2 Hz)

Anlagetechnik

Beide Handschuhe oder Socken anziehen und mit Hilfe der dazu gelieferten Druckknopfadapter an die vorhandenen TENS-Kabel anschließen. Für eine verbesserte Stromleitung ggf. die Stoffelektroden mit Wasser anfeuchten.
Es sind keine weiteren Hilfsmittel erforderlich (Gel, Elektroden, etc.). Während der Stimulation dürfen sich die beidseitigen Handschuhe oder Socken nicht berühren. Bei einseitigen Schmerzen kann der anderseitige Handschuh oder Socken auch durch eine Klebeelektrode (5x5 cm oder 5x9 cm) an der Rückseite des Oberarmes oder der Wade ersetzt werden.

Pflege

Die leitfähigen Textilien sollten aus hygienischen Gründen von nur einem Patienten angewandt werden. Die Reinigung der Elektroden ist durch Handwäsche möglich.

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Art. Nr. Bezeichnung/Größe Menge
  Jeweils ink. 2 Druckknopfadapter für TENS-Kabel  
     
107014 Handschuhe "S"  1 Paar
107021 Handschuhe "M" 1 Paar
107022 Handschuhe "L" 1 Paar
107023 Socken "M" 1 Paar
107024 Socken "L" 1 Paar

Nützliche Tipps zum Gebrauch des TENStem eco basic

Das Video zeigt dem Patienten auf, welche Schritte beim Einsatz des TENStem eco basic zu beachten sind. Vom erstmaligen Öffnen der Verpackung bis zur Aufbewahrung des Gerätes inkl. Zubehör ist die Handhabung verständlich dargestellt.

Die nützlichen Hinweise, z.B. Aufbewahren der Elektroden und Kabel u.v.m., treffen auch auf andere Elektrostimulationsgeräte zu.