PIERENSTEP
Das Gehstützen-Trainingssystem

zur Kontrolle der Teilbelastung und Gangschulung
für einen optimalen Heilungsverlauf


Für den Heilungsprozess zum Beispiel nach einer unfallchirurgischen oder orthopädischen Operation kann es sinnvoll sein, die verletzte Extremität rasch wieder zu belasten - aber nicht mit dem vollen Gewicht. Vor allem für die Knochenheilung ist die Gewichtsbelastung wichtig, denn der Druck des Körpergewichtes regt das Knochenwachstum an. Komplette Schonung ist also nicht gewünscht, eine volle Belastung aber ebenfalls nicht, das wäre eine zu große Beanspruchung. Darum verordnen Ärzte und Therapeuten in solchen Fällen gerne die Teilbelastung.

Mit Hilfe von Unterarm-Gehstützen lernt der Patient, gerade so viel Gewicht auf das Bein oder den Fuß zu geben, wie für den Heilungsprozess förderlich ist. zugleich muss er darauf achten korrekt zu gehen, um den Heilungsprozess optimal zu unterstützen. Das alles ist gar nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint. Denn wie viel Gewicht ist genug, wie viel ist zu viel? Das subjektive Gefühl dabei ist in dieser Hinsicht nicht sehr verlässlich.

Darum wurde das Messsystem der PIERENSTEP Gehstütze entwickelt. Es zeigt ganz genau an, wie viel Gewicht auf dem Bein lastet. Wenn es zu viel oder zu wenig ist, warnt es den Anwender akustisch und/oder durch einen Vibrationsalarm. So kann man recht einfach ein Gefühl für die richtige Belastung entwickeln und sich verstärkt darauf konzentrieren, die Gehbewegung richtig auszuführen.

Infos und Anwendung über das
Gehstützen-Trainingssystem PIERENSTEP

Das Video zeigt dem Arzt/Therapeuten die Funktionsweise und die Möglichkeiten, die das PIERENSTEP System in der Teilbelastungstherapie bietet.

Von der Inbetriebnahme, über die Konfiguration der Gehstützen mit der PIERENSTEP-Software bis hin zur Live-Gangschulung mit den Gehstützen bietet dieser Film dem Arzt / Therapeuten und auch dem Patienten einen umfassenden Einblick in das Produkt.

Darüber hinaus werden u. a. auch die Möglichkeiten des Datenauslesens und die Analyse der Kraft-Zeitkurven, Beispiele für Einsatzbereiche in der Reha, aber auch das Laden der Gehstützenakkus gezeigt.

Benötigen Sie darüber hinaus weitere Informationen, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.

Ansprechpartner

Stefan Schneider
Tel.: +49 (0)6443 8333-211
pierenstep@schwa-medico.de








Wo kommt PIERENSTEP zum Einsatz?

Überall dort, wo Teilbelastung empfohlen wird:

  • Reha nach Frakturen und Operationen der unteren Extremität
    (Bein und Fuß)
  • Reha nach Umstellungsosteotomien
    (operative Gelenkumstellungen)
  • Reha nach Knorpeltransplantation
    (ACT = Autologe Chondrozyten-Transplantation)
  • Reha nach Kreuzband - Operation
    (Kreuzbandriss, Kreuzbandplastik)
  • Reha nach Meniskus - Operation
  • Reha nach Einsatz von Hüft- und Knie–Endoprothesen
    (künstliches Hüft- und Knie-Gelenk)
  • Reha nach operativen Beinverlängerungen

Warum PIERENSTEP?

Studien haben gezeigt, dass die verordnete Teilbelastung von den meisten Patienten bei konventionellen Schulungsmethoden deutlich überschritten wird.
Das Feedbacksystem PIERENSTEP wurde in konventionelle Gehstützen integriert, die der Patient ohnehin verwenden muss. PIERENSTEP ist daher mobil einsetzbar und kann sowohl zur Gangschulung als auch als Feedbacksystem eingesetzt werden.

Es sind keine weiteren und erheblich teureren Hilfsmittel, wie z. B. individuell angepasste elektronische Einlegesohlen oder aufwändig zu installierende stationäre Bodenmessplatten, erforderlich.

PIERENSTEP bietet dem Physiotherapeuten eine zeitliche Entlastung, da der Patient nach der Gangschulung mit dem Therapeuten eigenständig mit Hilfe des Feedbacksystems die Teilbelastung trainieren kann.

Weitere Vorteile

  • Sofort und vor allem mobil einsetzbar.
  • Keine aufwendige Verkabelung am Patienten notwendig.
  • Direktes Feedback über die Belastung des verletzten Beines bei jedem Schritt.
  • Ermöglicht individuelle Dokumentation der therapeutischen Arbeit und erhöht somit die Transparenz der Therapie und des Trainingseffektes.
  • Ermöglicht eigenständiges Training des Patienten.

Einfache Inbetriebnahme

Bevor man mit dem Training beginnt, trägt man lediglich den Patientennamen, das Patientengewicht und die vom Arzt verordnete Teilbelastung in die Software-Maske ein und sendet die Daten per Funk an die Gehstützen. Und schon kann die Gangschulung oder das Feedbacktraining beginnen.

Bei Bedarf kann jeder Schritt bei Bedarf über mehrere Tage aufgezeichnet und intern gespeichert werden. Verschiedene Informationen, wie z. B. Gesamtschrittzahl oder die Anzahl der Fehlschritte, können bei Bedarf über die Software am Computer ausgelesen und analysiert werden.

Die Kontrolle der Teilbelastung

Der Patient wird heute unter physiotherapeutischer Anleitung lediglich in den 3-Punkt-Gang mit Gehstützen eingeschult. Die Teilbelastung muss jedoch subjektiv vom Patienten eingeschätzt und empfunden werden.

Mit dem intelligenten Gehstützensystem PIERENSTEP stehen dem behandelnden Therapeuten und dem Patienten nun erstmals ein einzigartiges Messinstrument als Unterstützung bei der Teilbelastungskontrolle zur Verfügung. Bei übermäßiger Abweichung gegenüber der vom Patienten erbrachten Teilbelastung zur ärztlich verordneten Teilbelastung erhält der Patient ein akustisches und haptisches Feedback in Echtzeit.

Dies ermöglicht ihm auch durch die mobile Einsatzfähigkeit und der einfachen Handhabung von PIERENSTEP eine kontinuierliche Selbstkontrolle während der Rehabilitation. Und das vom allerersten Schritt an. Bei dieser Funktion ist keine Funkverbindung zwischen Computer und Gehstützen notwendig.

Live-Gangschulung und Feedbacktraining in Echtzeit

Durch die Live–Gangschulungsfunktion von PIERENSTEP kann jeder Patientenschritt vom Therapeuten ausgewertet werden. Dieser kann sofort Korrekturanweisungen geben. Dies ermöglicht dem Patienten ein effizientes Erlernen des 3-Punkt-Gangs mit Gehstützen, wobei er sich besser auf sein Gangbild konzentrieren kann. Ein physiologisches Gangbild kombiniert mit richtiger Teilbelastung kann so leichter und schneller erreicht werden. Bei dieser Funktion besteht eine Funkverbindung zwischen Gehstützen und Computer.

Gangschulung

Die drei Phasen des 3-Punkt-Gangs

Um einen optimalen 3-Punkt-Gang zu realisieren, ist es unabdingbar, dass ein kontrollierter und gleichmäßiger Krafteinsatz auf den Gehstützen von Phase 1 bis Phase 3 erfolgt.

Phase 1
Gleichzeitiges Aufsetzen des verletzten Fußes und der Gehstützen.

Phase 2
Kontrollierter, gleichmäßiger und konstanter Krafteinsatz auf die Gehstützen beim Abrollen des verletzten Fußes. Nachziehen des gesunden Fußes.

Phase 3
Gleichzeitiges Abheben des verletzten Fußes und der Gehstützen.

3-Punkt-Gang

PIERENSTEP Diagramm

Eingestellte Teilbelastung: 40 kg
Realisierte Teilbelastung: 37,1 kg
Unterlast: 2,9 kg

Diese Kurve zeigt einen optimalen Schritt aus einem 3-Punkt-Gang: Ein spontaner gleichmäßig starker Krafteinsatz auf die Gehstützen in Phase 1 des 3-Punkt-Gangs, gleichmäßig beim Abrollen des Fußes (Phase 2) und abnehmend beim Abheben des verletzten Fußes / Beins (Phase 3).

Systemkomponenten

Das intelligente Gehstützensystem PIERENSTEP besteht für den Patienten lediglich aus dem individuell konfigurierten Gehstützenpaar. Der Therapeut erhält darüber hinaus einmalig das PIERENSTEP Softwaresystem zum Konfigurieren beliebig vieler Gehstützenpaare. Die Datenübertragung zwischen den Gehstützen und dem PC erfolgt bequem über Funk.

PIERENSTEP Komponenten

Technische Daten

Spannungsversorgung 2,4 V – 2 x 1,2 V Akkumulator
Stromaufnahme Max. 60 mA im aktiven Zustand

ca. 1 mA im Bereitschaftsmodus
Massenspeicher
4 MB Flash-Memory
Gewicht ca. 1,2 kg pro Paar (ohne Zubehör)
Maximale Belastung 100 kg
Arbeitsbedingungen Temperaturbereich 0 °c bis 35 °c
Relative Luftfeuchtigkeit 30 % bis 90 %
Abmessungen (B x H x T) 150 x 1000 x 50 mm
Oberteillänge a = 225 mm
Stützwinkel α = 15°
Unterteillänge max. 970 mm
Unterteillänge min. 740 mm
   
Art.-Nr. 101528

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