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Dosisadaptierte Lasertherapie bei der oralen Mukositis: neue Pilotstudie

19.8.2011, Dr. med. B. Disselhoff, Wetzlar


Die European Society for Medical Oncology (ESMO) und International Society for Oral Oncology (ISOO) haben 2010 in ihren Leitlinien die Low-level laser therapy (Lllt) empfohlen, um Inzidenz und Symptome der chemo- und radiatioinduzierten oralen Mukositis zu reduzieren [ Grad II, B.] Jetzt haben Rita Cauwels und Luc Martens, beide von der Kinderzahnklinik der Universität Gent, eine Pilotstudie mit 16 Kindern, Durchschnittsalter 9 Jahre, publiziert. Alle Kinder litten unter einer chemoinduzierten oralen Mukositis. Neu an dieser Studie ist, dass die Laserdosis an die Schwere der Mukositis angepasst wurde. Grad I der Mukositis (18% der Kinder) wurde mit 2 J/cm², Grad II (32%) mit 4 J/cm², Grad III (42%) mit 8 J/cm² und Grad IV (8%) mit 16 J/cm² therapiert. Die Behandlungen erfolgten alle 48 Stunden mit einem 830nm Laser, Ausgangsleistung 150 mW. Die Anzahl der Sitzungen erfolgte nach Bedarf, und differierte zwischen 1 und 6; im Mittel betrug sie 2,5. Bei jeder Sitzung wurde der Status mittels u.a. dem WHO Oral Toxicity Scale und einer VAS festgehalten.

Eine signifikante, positive Wirkung des Lasers wurde von Sitzung zu Sitzung beobachtet. Bei allen Kindern beschleunigte sich die Heilung und die oralen Funktionen besserten sich, auch bei stagnierender Leukopenie. Wie in der Literatur schon beschrieben, reduzierte sich der Schmerz prompt. Die Autoren beurteilen daher die Lllt als eine der vielversprechendsten Therapien bei der oralen Mukositis.

Literatur

  1. Peterson D, Bensadoun R, Roila F (2010) Management of oral and gastrointestinal mucositis: ESMO Clinical Practice Guidelines Annals of Oncology 21 (Supplement 5): v261–v265, doi:10.1093/annonc/mdq197
  2. Cauwels R und Martens L (2011) Low level laser therapy in oral mucositis: a pilot study. Eur Arch Paediatr Dent Apr;12(2):118-23