Akupunktur

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Zur Behandlung von CMD stehen verschiedene Therapien zur Verfügung. Dazu gehören Elektrostimulation, Physiotherapie, Medikamente, Übungen zum Stressmanagement und viele mehr.

Die Akupunktur ist ein Teilgebiet der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Dabei werden Nadeln in fest definierte Punkte des Körpers gestochen. Neben der allgemeinen Akupunktur gibt es auch spezielle Teilbereiche wie die Schädel-, Hand-, Mund- oder Ohrakupunktur. Viele der verschiedenen Formen und Richtungen der Akupunktur werden jeweils durch eigene Ausbildungsstätten vertreten. Dabei hat sich die Akupunktur nicht nur in China entwickelt, wie oft angenommen wird. Auch Korea, Japan oder Vietnam haben ihre eigenen Akupunkturschulen mit langer Tradition.


Prinzip der Akupunktur

Akupunktur beinhaltet hauptsächlich das Stechen von Nadeln in Akupunkturpunkte. Den chinesischen Vorgaben zufolge können diese Punkte aber auch ohne Nadelstich mittels Moxibustion (Wärmeanwendung durch Verbrennen von Beifußkraut über dem Akupunkturpunkt) oder Akupressur (Massage des Punktes) behandelt werden. In den letzten Jahren hat die so genannte Laserakupunktur an Bedeutung gewonnen, da sie völlig schmerzfrei ist und dennoch effektiv zur Stimulation der Akupunkturpunkte eingesetzt werden kann.

Was kann die Akupunktur leisten?

Die Akupunktur kann zerstörte Strukturen nicht wiederherstellen, wohl aber gestörte Funktionen wieder harmonisieren. Sie wird in Deutschland vor allem bei Schmerzerkrankungen, z. B. im Bereich der Gelenke und des Rückens, eingesetzt. Darüber hinaus gibt es aber noch eine Reihe weiterer Leiden wie Allergien oder psychosomatische Erkrankungen, die durch die Akupunktur behandelt werden können.

Die Anzahl der Akupunktursitzungen, die benötigt wird, um erfolgreiche Behandlungsergebnisse zu erzielen, kann sehr unterschiedlich sein. Oft lässt sich aber nach 5 - 6 Behandlungen abschätzen, wie groß die Chance auf einen Behandlungserfolg ist.

Einsatzgebiete der Akupunktur

Akupunktur wird heute in vielen Bereichen eingesetzt. Darunter fallen unter anderem

  • akute und chronische Schmerzen unterschiedlicher Art (z. B. Wirbelsäule, Gelenke, Kopfschmerzen, Regelschmerzen uvm.)
  • Allergien (Heuschnupfen)
  • funktionelle Leiden wie Magen- und Darmstörungen (Sodbrennen, Schluckauf, Verstopfung, Durchfall uvm.)
  • Herz-Kreislauferkrankungen (Blutdruckstörungen, Durchblutungsstörungen uvm.)
  • Schlafstörungen
  • Asthma (vor allem allergisches Asthma)
  • Reisekrankheit
  • Schwangerschaftsbeschwerden (Erbrechen, niedriger Blutdruck, Ischiasbeschwerden, Steißlage uvm.)
  • Geburtsvorbereitung / -einleitung /-erleichterung
  • Erschöpfungserscheinungen
  • Infektanfälligkeit
  • Übergewicht
  • Suchtbehandlungen (z. B. Raucherentwöhnung)
  • Neurologische Erkrankungen (z.B. Tinnitus, Lähmungen, Trigeminusneuralgie, Facialisparese)
  • Urologische Erkrankungen (Inkontinenz, Impotenz, Reizblase uvm.)
  • Psychische Erkrankungen (leichte Depressionen, Schlafstörungen, Unruhezustände uvm.)

Kombination der Akupunktur mit anderen Therapien

Am sichersten ist eine Behandlung bei einem ausgebildeten und geprüften Akupunkteur. Dieser überblickt auch die anderen Möglichkeiten, die die Medizin zur Behandlung für ein Leiden bietet und kann verschiedene Behandlungsmethoden miteinander kombinieren. Tatsächlich sind Kombinationstherapien von z. B. Medikamenten und Akupunktur oder Reizstrombehandlungen mit Akupunktur sehr häufig sinnvoll. Dabei werden die einzelnen Wirkungen z.T. verstärkt.

Bei bestimmten Indikationen und ausreichender Qualifikation des Therapeuten kann es außerdem sein, dass die Kosten der Behandlung von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.