News - Aktuelles

schwa-medico präsentiert neues Ganzkörper-EMS-System StimaWELL® EMS
06. Juli 2018
StimaWELL® EMS - das Original für Originale!

Mit dem StimaWELL EMS vergrößert die schwa-medico GmbH ihre StimaWELL® Produktfamilie um ein besonders sportliches Mitglied: Das 12-Kanal-Gerät zum effizienten EMS-Ganzkörper-Training arbeitet mit bewährten Mittelfrequenz-Impulsen und überzeugt durch Technik, Preis und Leistung. Zielgruppe der Neuheit sind vor allem Physiotherapeuten, Fitness-Studios und Existenzgründer.

"Das StimaWELL® EMS ist unsere Reaktion auf die Forderung des Marktes nach einem vielseitigen und gleichzeitig kostengünstigen Ganzkörper-EMS-Gerät im Mittelfrequenz-Bereich", erklärt Geschäftsführer Dr. R. Pierenkemper. "Gleichzeitig hat der Kunde hier den Vorteil, dass Entwicklung, Vertrieb und Support in einer Hand liegen. Er kauft sein Gerät direkt beim Hersteller und spart so Kosten und Zeit. Schließlich sind kurze Wege und ein kompetenter Ansprechpartner in unserer schnelllebigen Zeit nahezu unersetzlich geworden."

Das StimaWELL® EMS vereint die Möglichkeiten eines hochentwickelten Mittelfrequenz-Trainingsgerätes mit den Qualitätsmerkmalen eines Medizinproduktes. Die Herstellerfirma Pierenkemper, ebenfalls Teil der schwa-medico Unternehmensgruppe, hatte bereits das AmpliTrain Pro® entwickelt und produziert und stellt hier erneut ihr Knowhow und Können unter Beweis. Mit dem StimaWELL® EMS bietet die schwa-medico Unternehmensgruppe erstmals ein Ganzkörper-EMS-System exklusiv ab Hersteller an und verzichtet komplett auf Zwischenhändler.

Weitere Informationen und Preise finden Sie auch auf unserer Seite:
http://www.stimawell-ems.de/.


Über uns:

Die schwa-medico Gruppe – u. a. bestehend aus den Firmen Pierenkemper, schwa-medico und neurotech – beschäftigt sich seit über 40 Jahren mit dem Bereich Elektrotherapie/Elektrostimulation zur Schmerztherapie und Rehabilitation. Bereits vor der Jahrtausendwende entwickelten wir tragbare Muskelstimulatoren, die u.a. im professionellen Mountainbikesport zur Anwendung kamen.

Seit 2010 durften wir als Entwickler und Hersteller für Drittfirmen weitere Erfahrungen mit stationären Stimulationssystemen für Fitness-Studios dazugewinnen, wie z. B. für die Firma Amplitrain GmbH. Aus der Gesamtheit unserer Erfahrungen mit Stimulationssystemen, Impulsformen, Sicherheitstechnik und Sportwissenschaft haben wir nunmehr erstmalig nach mehrjährigen Praxistests ein eigenes 12-Kanalsystem in Deutschland auf den Markt gebracht.

Ein Urogynäkologe am Schmerztag?
17. März 2017

Vortrag von Urogynäkologe Dr. Armin Fischer aus Rüdesheim während des Schmerz- und Palliativtages 2017 in Frankfurt am Main:

Therapie mit moduliertem Mittelfrequenzstrom am Beckenboden

Eine Zusammenfassung können Sie dem Abstract entnehmen.

Donnerstag, 23.03.2017, 14:15 – 15:45 Uhr
FoS07a Fokusseminar · Illusion 1+2 – Ebene C3

Weitere Vorträge auf dem Schmerz- und Palliativtag 2017:

Muskelaufbau mit Elektrostimulation
Referent: Dr. Bertram Disselhoff, Ehringshausen
Donnerstag, 23.03.2017, 14:15 – 15:45 Uhr
FoS07a Fokusseminar · Illusion 1+2 – Ebene C3

Low Level Laser in der Schmerztherapie
Referent: Dr. Volkmar Kreisel, Bietigheim-Bissingen
Freitag, 24.03.2017, 09:00 – 10:30 Uhr
FoS13a Fokusseminar · Illusion 3 – Ebene C3

Besuchen Sie uns anschließend an unserem Stand Nr. 1.17.
Neue Studie zu Ganzkörper-Elektromuskelstimulation (EMS) vs. Isometrisches Training
27. Februar 2017
EMS-Training: Zwei Frauen trainieren unter Anleitung eines Trainers

Die Autoren Gennaro Boccia et. al. veröffentlichten Dezember 2016 in der Zeitschrift „Sport Sciences for Health“ eine Studie, in der sie Sauerstoffverbrauch und Muskelermüdung bei Ganzkörper-EMS und isometrischem Training verglichen.

10 junge Männer führten 2 Trainingseinheiten à 15 Minuten durch. Jede Trainingseinheit bestand aus 5 isometrischen Übungen, wobei während einer Trainingseinheit zusätzlich Ganzkörper-EMS (WB-EMS oder GK-EMS) stattfand. Dabei wurden die Abnahme der Muskelkraft sowie der Sauerstoffverbrauch anhand der Zusammensetzung der Atemluft gemessen.

Die Autoren fanden heraus, dass sowohl Sauerstoffverbrauch als auch Energiebedarf während des EMS-Trainings höher waren als während des rein isometrischen Trainings. Auch wurde beim EMS-Training eine Muskelermüdung festgestellt. Die Autoren kommen daher zu dem Schluss, dass Ganzkörper-EMS als eine alternative Trainingsmöglichkeit für sportlich aktive Menschen betrachtet werden kann.

Gennaro Boccia et al. (2016) Oxygen consumption and muscle fatigue induced by whole-body electromyostimulation compared to equal-duration body weight circuit training. Sport Sciences for Health. 2016 Dec 01. DOI 10.1007/s11332-016-0335-4.

Veröffentlicht am 01.12.2016

Abstract (englisch): https://www.springermedizin.de/oxygen-consumption-and-muscle-fatigue-induced-by-whole-body-elec/11105668

Cochrane Review: Elektrotherapie-Behandlung bei hyperaktiver Blase
16. Februar 2017
hyperaktive blase elektrotherapie elektrostimulation

Fiona Stewart et al. präsentieren in der Cochrane Inkontinenz Gruppe der Cochrane Library ein Review über die Ergebnisse der Behandlung von Patienten mit hyperaktiver Blase (HB) mit oder ohne Dranginkontinenz mit Elektrostimulation mittels nicht-implementierten Elektroden. 63 randomisierte oder quasi randomisierte kontrollierte Studien, in denen Elektrostimulation mit anderen Methoden (medikamentöse Behandlung, aktives Beckenbodentraining mit oder ohne Biofeedback) bzw. ohne Behandlung verglichen wurde, wurden analysiert.

Ergebnisse: Elektrostimulation mildert wahrscheinlich die Symptome der HB im Vergleich zu Scheinbehandlung oder Beckenbodentraining. Elektrostimulation scheint bessere Symptomlinderung bei einer HB zu bringen als keine aktive Behandlung oder als medikamentöse Behandlung. Letztere Ergebnisse müssen in weiteren Studien näher untersucht werden. Ob Elektrostimulation als zusätzliche Behandlung zu Beckenbodentraining oder medikamentöse Behandlung überlegen ist, muss ebenfalls näher untersucht werden.

Stewart F, Gameiro LF, El Dib R, Gameiro MO, Kapoor A, Amaro JL. (2016) Electrical stimulation with non-implanted electrodes for overactive bladder in adults. Cochrane Database of Systematic Reviews 2016, Issue 12. Art. No.: CD010098. DOI: 10.1002/14651858.CD010098.pub4.

Abstract: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/14651858.CD010098.pub4/abstract

Bild: sittipong/123RF
TENS kann Schmerzen bei Gebärmutterspiegelung reduzieren
20. Januar 2017
tens geraet schmerzen gebärmutterspiegelung

Bei einer ambulanten Gebärmutterspiegelung kann TENS zur Schmerzlinderung während des Eingriffs eingesetzt werden. Zu diesem Schluss kam eine Forschergruppe um Juan Lisón, die eine randomisierte und kontrollierte Doppelblindstudie mit 138 Frauen zu dieser Fragestellung durchführte.

Im Gegensatz zur Plazebogruppe wurde durch eine intensive TENS mit 80-100 Hz und einer Elektrodenanlage über den Spinalwurzeln T10-L1 und S2-S4 auf der visuellen analogen Skala (VAS) eine klinisch relevante Schmerzreduktion erreicht.

Beginn: -11 mm, 95% Konfidenzintervall (KI) -17 zu -5;
Kontakt: -21.9 mm, 95% KI -30 zu -13.9;
Biopsie: -30.5 mm, 95% KI -47.1 zu -13.8 P<.001.

Auch die Zufriedenheit der Frauen in der TENS-Gruppe war signifikant größer gegenüber der der Plazebogruppe (1.3, 95% KI 0.5-2.2, P=.001)

Lisón J et al. (2017) Transcutaneous Nerve Stimulation for Pain Relief During Office Hysteroscopy: A Randomized Controlled Trial. Obstet Gynecol Jan 9 doi: 10.1097/AOG.0000000000001842 (Epub ahead of print)


Online veröffentlicht am 09.01.2017

Abstract
http://journals.lww.com/greenjournal/Abstract/publishahead/Transcutaneou...

Bild: © PhotoAlto™ – Senior Living
Neue Untersuchung zu Schreikindern: Hilft Akupunktur gegen Koliken?
20. Januar 2017
baby schreit bei kolik akupunkturWenn ein Baby mehr als 3 Stunden pro Tag schreit, und das an 3 Tagen pro Woche und mehr, kann das für die Eltern zur Belastungsprobe werden, vor allem, wenn das Kind körperlich gesund ist und es für das Schreien keine auf den ersten Blick sichtbare Ursache gibt. Dabei sind Eltern mit diesem Problem nicht alleine: Zwischen 10 und 20 % der Säuglinge neigen zu übermäßigem Schreien, obwohl körperlich keine Ursache dafür gefunden werden kann. Häufig werden Koliken, beispielsweise durch eine Kuhmilchunverträglichkeit oder Blähungen, als Ursache für die Schmerzen und damit das anhaltende Schreien angenommen. Doch welche Möglichkeiten haben Eltern, um ihren Kindern durch diese schwierige Zeit zu helfen?

Kajsa Landgren und Inger Hallström haben sich mit dieser Frage beschäftigt und sind zu einem überraschenden Ergebnis gekommen. In einer multizentrischen, randomisierten Studie wurden 147 Säuglinge, die unter Koliken litten, zufällig auf zwei Akupunkturgruppen und eine Kontrollgruppe verteilt. Gruppe 1 erhielt Minimalakupunktur über LI4 (Dickdarm 4), wobei die Nadel 3 mm tief eingestochen und nur für maximal 5 Sekunden im Gewebe belassen wurde. Gruppe 2 erhielt Akupunktur mit bis zu 5 Nadeln an den Punkten Sifeng, LI4 (Dickdarm 4) und ST36 (Magen 36), die bis zu 30 Sekunden im Gewebe belassen und zusätzlich leicht stimuliert wurden. Die dritte Gruppe erhielt keine Akupunktur, war aber wie die Gruppen 1 und 2 alleine mit der Akupunkteurin im Untersuchungsraum. Auf diese Weise sollte ausgeschlossen werden, dass die Eltern erfahren, in welcher Gruppe sich die Säuglinge befanden. Alle Säuglinge wurden gleichermaßen vor der Behandlung bis zu 30 Minuten von einer Krankenschwester beruhigt. Die Behandlung selbst wurde über 2 Wochen zweimal pro Woche durchgeführt.

Zuhause führten die Eltern ein Tagebuch, in dem sie genau die Schreizeiten ihres Babys festhielten. Nach zwei Wochen schrien in der Behandlungsgruppe nur noch 37,8 % der Säuglinge für mindestens 3 Stunden am Tag an mindestens 3 Tagen pro Woche, während es in der Kontrollgruppe noch 64,6 % waren. 62,2 % der Säuglinge aus der Behandlungsgruppe und 35,4 % der Säuglinge aus der Kontrollgruppe zählten damit nicht mehr zu den Schreikindern.

Landgren und Hallström kommen daher zu dem Schluss, dass Akupunktur einen positiven Einfluss auf übermäßiges Schreien bei Babys mit Koliken haben kann. Dabei ertrugen die Kinder das Stechen der Akupunkturnadeln meist ohne Schreien (nur in 8 % der Behandlungen weinten die Säuglinge länger als eine Minute), und es wurden keine Nebenwirkungen beobachtet. Allerdings sind laut den Autoren weitere Untersuchungen nötig, um die ideale Platzierung der Nadeln, Stimulation und das optimale Behandlungsintervall zu finden.

Als erste Maßnahme empfehlen Landgren und Hallström allerdings, Kuhmilch aus dem Speiseplan von Schreikindern zu streichen. Diese Maßnahme hatte sich in 63 % der Fälle als wirksam erwiesen.

Kajsa Landgren, Inger Hallström (2017) Effect of minimal acupuncture for infantile colic: a multicentre, three-armed, single-blind, randomised controlled trial (ACU-COL). Acupunct Med doi:10.1136/acupmed-2016-011208. Published online ahead of print.

Veröffentlicht: 16.01.2017

Abstract
http://aim.bmj.com/content/early/2017/01/03/acupmed-2016-011208.abstract

Presseartikel
In Englisch:
http://www.bbc.com/news/health-38641929

In Deutsch:
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/72552/Schreikinder-Akupunktur-hilf...
Lasertherapie nach Weisheitszahn-OP
12. Januar 2017

Eine iranische Doppelblindstudie kommt zu dem Schluss, dass die Low-Level-Lasertherapie postoperative Schmerzen und Schwellung nach einer Weisheitszahnentfernung lindern kann.

Bei 40 Patienten wurde nach Entfernung beider unterer Weisheitszähne randomisiert eine Kieferseite am Tag der OP sowie am 2. und 4. Tag mit Lasern und die andere Seite mit Placebo-Lasern behandelt. Verwendet wurde ein 660-nm-Laser innerhalb (200 mW, 4 Punkte, 6 J pro Punkt) und ein 810-nm-Laser (200 mW, 3 Punkte, 6 J pro Punkt) außerhalb des Mundes.

Schmerzen wurden über den Zeitraum von sieben Tagen postoperativ, das Oedem am 2., 4. und 7. Tag postoperativ erfasst. Zu allen Zeitpunkten waren die Schmerzen auf der Behandlungsseite signifikant geringer als auf der Placebo-Seite (p

Die Autoren kommen daher zu dem Schluss, dass die Lasertherapie nach der Weisheitszahnextraktion zur Linderung von Schmerz und Schwellung empfohlen werden kann.


Eshghpour M., Ahrari F., Takallu M., Is Low-Level Laser Therapy Effective in the Management of Pain and Swelling After Mandibular Third Molar Surgery?, in: Journal of Oral and Maxillofacial Surgery, July 2016, Volume 74, Issue 7, Pages 1322.e1–1322.e8, DOI: http://dx.doi.org/10.1016/j.joms.2016.02.030
Online veröffentlicht am 12.03.2016

http://www.zm-online.de/home/zahnmedizin/Laser-lindert-Schmerzen-nach-Weisheitszahn-OP_386415.html

Bild: Medical Professionals – Stockbyte® by Getty Images®

TENS für Mamas jetzt auf holländisch
23. Dezember 2016

Herzlich Willkommen mammatens.nl ! Unsere holländischen Kollegen schenken uns zum Weihnachtsfest eine neue Webseite für Schwangere, junge Müttern, Hebammen und Gynäkologen. TENS rund um Schwangerschaft und Geburt auf Holländisch.

Frohe Weihnachten! Prettige kerstdagen!

Bild: © Lorelyn Medina / Fotolia

Neuromuskuläre Elektrostimulation (NMES) bei Dialysepatienten mit Lebererkrankungen
14. November 2016
Älteres Paar wandert durch den Wald

Renata Spósito Roxo et al. (2016) untersuchten in einer kontrollierten Studie die Wirkung von neuromuskulärer elektrischer Stimulation (NMES) auf das Funktionsvermögen von 40 Dialyse-Patienten mit Lebererkrankungen.

Bei den 20 Patienten der Behandlungsgruppe wurde dreimal wöchentlich für einen Zeitraum von 2 Monaten während der Dialyse Muskelstimulation des Quadriceps an beiden Seiten durchgeführt. Patienten der Behandlungsgruppen zeigten signifikant bessere Ergebnisse bei verschiedenen Lungenfunktionsparametern (MIP, MEP), bei der Muskelkraft beim einmaligen Maximaltest, bei der Gehstrecke im 6- Minuten-Gehtest, beim systolischen Blutdruck und bei der Atmungsfrequenz im Vergleich zur Kontrollgruppe.

Die elektrische Muskelstimulation hatte einen positiven Effekt auf die funktionelle Leistung und die Lungenfunktion, was zu einer besseren Leistungsfähigkeiten der Dialysenpatienten führte.

Roxo RS et al. (2016) Impact of neuromuscular electrical stimulation on functional capacity of patients with chronic kidney disease on hemodialysis. J Bras Nefrol. 2016 Jul-Sep;38(3):344-350.

Erschienen: Juli/September 2016

Abstract in englischer Sprache

Bild: Active Retirement – Photodisc® – Getty Images®

DMKG empfiehlt Biofeedback zur Behandlung von Migräne
24. Oktober 2016
Frau trägt Stirnband mit BVP-Sensor zum Vasokonstriktionstraining bei Migräne

Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) hat in diesem Jahr ihre Leitlinie "Entspannungsverfahren und verhaltenstherapeutische Interventionen zur Behandlung der Migräne" veröffentlicht. In dieser vergleicht sie die Wirksamkeit verschiedener nichtmedikamentöser verhaltenstherapeutischer Behandlungsverfahren bei Migräne anhand von Studien der letzten 50 Jahre bis Juni 2015 und spricht Therapieempfehlungen aus. Dabei kommt die DMKG zu dem Schluss, dass Biofeedback sowohl zur Behandlung als auch zur Vorbeugung von Migräneanfällen wirksam ist.

Bewertet wurden Beratung des Patienten, Entspannungstherapie (inkl. Autogenes Training und Progressive Muskelentspannung nach Jacobson), Ausdauertraining, kognitive Verhaltenstherapie und Biofeedback (Hauttemperatur, Blut-Volumen-Puls BVP, EMG-Biofeedback, EEG-Biofeedback sowie Neurofeedback). Dabei wurden die Beratung, Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, progressive Verhaltenstherapie, Biofeedback in Kombination mit Verhaltenstherapie und eine Kombination aus Verhaltenstherapie und medikamentöser Behandlung als deutlich überlegen bezüglich Placebo- oder Kontrollbehandlung eingestuft. BVP-Biofeedback wurde dabei als effektiv zur Behandlung akuter Migräneanfälle bewertet, während Temperatur-, Hautleitfähigkeits- und EMG-Biofeedback Wirkung bei der Vorbeugung von Migräneattacken zeigten. Auch Neurofeedback ist nach ersten Hinweisen der Placebo-Behandlung überlegen, allerdings liegen hier nicht ausreichend kontrollierte Studien für eine definitive Aussage vor.

Bei der Biofeedback-Therapie werden körperlichen Veränderungen wie der Gefäßdurchmesser der Schläfenarterie (Blut-Volumen-Puls, kurz BVP) oder die Hauttemperatur gemessen und dem Patienten rückgemeldet. Bei der Behandlung von Migräne wird z. B. über das sogenannte Vasokonstriktionstraining die willentliche Verengung der Schläfenarterie eingeübt. Dies kann während eines Migräneanfalls zur Schmerzlinderung und einer verkürzten Anfallsdauer beitragen.

Mehr zur DMKG und die komplette Leitlinie als PDF zum Herunterladen finden Sie hier: http://www.dmkg.de/therapie-empfehlungen/migraene/leitlinie_entspannungsverfahren-und.html.

Neue Übersichtsarbeiten zu "TENS bei Behandlung von Spastik" publiziert
20. September 2016
TENS nach Schlaganfall: Beispiel Elektrodenanlage Handstrecker

Zwei aktuelle systematische Übersichtsarbeiten zum Thema "TENS bei der Behandlung von Spastik" wurden publiziert.

Mills und Dossa analysierten im "American Journal of Physical Medicine & Rehabilitation" die Ergebnisse von 14 Studien mit 554 Patienten. Sie stellen einen Effekt der TENS (Evidenz Grad 1 und 2) bei unterschiedlichen spastikbezogenen Zielparametern fest, die sich durch eine Kombination mit aktiver Therapie wie Übungen und aufgabenorientiertem Training noch verbesserten.

Fernández-Tenorio, Serrano-Muñoz, Avendaño-Coy J et al. analysieren in ihrem Review in "Neurologia" die Ergebnisse von 10 Studien mit 207 Schlaganfallpatienten, 84 Patienten mit Multipler Sklerose und 39 Patienten mit Rückenmarksverletzungen. In ihrer Schlussfolgerung kommen die Autoren zu einer Empfehlung der TENS zur Behandlung von Spastik aufgrund der niedrigen Behandlungskosten, der einfachen Anwendung und der nicht festgestellten Nebenwirkungen. Durch die Vielfalt der angewendeten Stimulationsparameter wird jedoch eine objektive Bewertung der Therapieeffizienz und der optimalen Behandlungsparameter erschwert.

Mills PB, Dossa F. (2016) Transcutaneous Electrical Nerve Stimulation for Management of Limb Spasticity: A Systematic Review. Am J Phys Med Rehabil. 2016 Apr;95(4):309-18. doi: 10.1097

Abstract zur Studie Mills/Dossa (in englischer Sprache)

Fernández-Tenorio E, Serrano-Muñoz D, Avendaño-Coy J et al. (2016) Transcutaneous electrical nerve stimulation for spasticity: A systematic review. Neurologia. 2016 Jul 26. pii: S0213-4853(16)30111-6

Abstract zur Studie Fernández-Tenorio et al. (in englischer Sprache)

Bisher größte Migräne-Studie führt zu Entdeckung neuer Migräne-Gene
05. Juli 2016
Frau mit Migräne liegt auf dem Sofa

In der bisher größten Migräne-Studie mit rund 375.000 Teilnehmern in Europa, Amerika und Australien wurden 44 neue Genvarianten auf 38 Genlokalisationen entdeckt, die für die Entstehung von Migräne mitverantwortlich sind. Dadurch soll sich die Behandlung in der Zukunft deutlich besser auf die individuelle Migräne-Erkrankung abstimmen lassen. Bereits in einigen Jahren könnte so eine individualisierte Migränetherapie möglich sein. Die Vielzahl an Medikamenten, die momentan verfügbar und die nicht für jede Migräne-Form gleichermaßen geeignet ist, kann dann deutlich gezielter eingesetzt werden.

Auch die Ursachen für Migräne konnten dank der intensiven Forschung näher beleuchtet werden. Eine Reihe der beschriebenen Genlokalisationen stehen mit glatter Gefäßmuskulatur in Verbindung, deren Beteiligung bei der Entstehung der Migräne in der Vergangenheit bereits diskutiert wurde.

Wie wichtig eine gezielte Migräne-Behandlung ist, gerade auch bei der Vorbeugung von Migräne-Anfällen, zeigt sich bei der Akutbehandlung der Migräne: Prof. Dr. Hartmut Göbel von der Kieler Schmerzklinik betont in einem Fernsehinterview mit SAT.1, dass Akutmittel zur Migränebehandlung an höchstens 9 Tagen im Monat eingesetzt werden sollten. Andernfalls stelle sich das Nervensystem auf die Medikamente ein, die Schmerzempfindlichkeit steige.

Neben Medikamenten gibt es weitere Therapieformen, die bei Migräne zum Einsatz kommen. In der Kieler Schmerzklinik machen diese bis zu 80 % der Therapie aus. Eine dieser Therapieformen ist die sogenannte Biofeedback-Therapie. Dabei werden dem Patienten Vorgänge, die sonst unbewusst ablaufen, über ein Gerät sichtbar gemacht. Hierzu gehört z. B. die Anspannung der Muskeln im Gesicht. Patienten lernen so, auf ihr Verhalten zu achten und damit ihre Migräneattacken zu beeinflussen.

Studie (in englischer Sprache): http://www.nature.com/ng/journal/vaop/ncurrent/full/ng.3598.html

Quellen:

http://www.schmerzklinik.de/2016/06/20/weltweit-groesste-migraenestudie-entdeckt-44-neue-genetische-schluessel-der-migraene/

Den Video-Beitrag von SAT.1 regional finden Sie hier: SAT.1 regional "Ursache für Migräne gefunden? Forscher entdecken 44 neue genetische Schlüssel"

Bild: Fancy - Fun with Family

EMS gegen Muskelkrämpfe
12. Februar 2016
EMS kann die Krampfneigung reduzieren

Muskelkrämpfe sind nicht nur für Sportler ein lästiges Übel, das sie beim Training oder im Wettkampf behindert. Auch der Durchschnittsbürger kann beispielsweise durch Wadenkrämpfe um den Schlaf gebracht werden. Aber was kann man tun, um langfristig weniger unter Muskelkrämpfen zu leiden?

Ein Team der Sporthochschule Köln rund um den Arzt und Sportwissenschaftler Michael Behringer hat nun entdeckt, dass EMS einen länger anhaltenden Effekt auf Muskelkrämpfe haben kann. Durch die elektrische Muskelstimulation kann die Reizschwelle, bei der ein Muskelkrampf entsteht, hochgesetzt werden. Krämpfe treten so später und seltener auf, die Krampfneigung wird reduziert. Die Effekte der EMS-Behandlung auf die auftretenden Muskelkrämpfe konnte bis zu mehrere Wochen nach Behandlungsende beobachtet werden.

Quelle: A. Geisler, Strom statt Magnesium, Stern 6/2016, S. 110-112.

Bild: © Karl Weatherly – Sports and Recreation 2 (photodisc - 51)

Fallbericht: Elektrostimulations-Akupunktur bei RLS und Trockenen Augen
25. November 2015

Unter dem Titel „Akupunktur als ideale Therapie bei Restless-Legs-Syndrom und Trockenen Augen“ veröffentlichte Ass. Prof. Dr. J. Nepp den Fallbericht eines 71-jährigen Patienten, der unter den eben genannten Syndromen leidet.

Bei dem Patienten wurden Akupunkturnadeln an Körperpunkten, Schädelpunkten (chinesische Schädelakupunktur) und Ohrpunkten gesetzt. Die Nadeln wurden elektrisch stimuliert (AS Super 4, schwa-medico). Nach 4 Wochen Behandlungsdauer besserten sich alle Parameter (Augenbeschwerden, Schlafstörungen, unruhige Beine) lt. subjektiver Einschätzung des Patienten, auch bei den Nachkontrollen 8 und 14 Monate nach Therapieende hielt diese Besserung an. Objektiv konnte eine leichte Besserung der Augen festgestellt werden.

Der Autor schlussfolgert, dass die Akupunktur „[…]ihren Einfluss auf subjektive Störungen des Tränenfilms [bewies]“ und auch auf RLS wirke.

Ass. Prof. Dr. J. Nepp (2015) Akupunktur als ideale Therapie bei Restless-Legs-Syndrom und Trockenen Augen. DZA 58, 4: 26–28.

Erschienen: 4. Quartal 2015

Abstract

Foto: © Eric Audras / Photoalto